Nachhaltigkeitsstrategie
Die A1 Group übernimmt aktiv ökologische und soziale Verantwortung, indem sie effizientere, ressourcenschonende und damit nachhaltigere Arbeits- und Lebensweisen fördert. Environmental, Social & Corporate Governance (ESG) wird als langfristiger Werttreiber gesehen, der auch wirtschaftliche Vorteile mit sich bringt – beispielsweise durch einen geringeren Energieverbrauch, der sowohl die Umweltbelastung als auch die Kosten senkt.
Die Nachhaltigkeitsstrategie der Gruppe leitet sich aus der aktuelle Wesentlichkeitsanalyse ab und zielt darauf ab, das Potenzial der Digitalisierung für die Umwelt, die Menschen und die Gesellschaft zu nutzen und gleichzeitig den eigenen ökologischen Fußabdruck zu minimieren. Mit der regelmäßigen Teilnahme an externen Ratings und Indizes stellt sich die Unternehmensgruppe einem internationalen Vergleich
Nachhaltigkeitsmanagement
Im Jahr 2010 etablierte die A1 Group ein konzernweites und integriertes Nachhaltigkeitsmanagement, das wesentliche Bereiche ihrer Wertschöpfungskette berücksichtigt. Unter der Führung des Deputy CEO Thomas Arnoldner bekennt sich die höchste Managementebene zu nachhaltigem Handeln und setzt sich dafür ein.
Die Umsetzung der ESG-Strategie in den einzelnen Ländern der A1 Group erfolgt durch die lokalen Tochterunternehmen. In allen Ländern stehen die ESG-Verantwortlichen im regelmäßigen Austausch mit den einzelnen Fachabteilungen um Maßnahmen umzusetzen und Mitarbeiter:innen zu sensibilisieren. Mittels Veranstaltungen wird Bewusstseinsbildung geschaffen – gemeinsam werden nachhaltige Maßnahmen gestaltet.
Etablierte Managementsysteme helfen die geplanten Maßnahmen systematisch umzusetzen. Diese reichen von geprüften Umwelt- und Energiemanagementsystemen bis hin zu einem zertifizierten Compliance-Management-System. Integres Verhalten sowie die gesetzes- und regelkonforme Unternehmensführung werden durch den verpflichtenden „Code of Conduct“ eingehalten. Die A1 Group richtet ihr ethnisches Handeln an den Prinzipien des UN Global Compact aus, der weltgrößten größten Initiative für CSR (Corporate Social Responsibility) und nachhaltige Entwicklung.
Darüber hinaus ermöglicht die konzernweit gültige Umweltpolitik den Tochtergesellschaften der A1 Group, ihre Aktivitäten rund um Umwelt- und Klimaschutz zielgerichtet zu setzen, zu kontrollieren und kontinuierlich zu verbessern. Mithilfe einer „Clean Energy Strategy“ strebt das Unternehmen zudem an, den Anteil von Strom aus erneuerbaren Energien kontinuierlich zu erhöhen.
Struktur
Erfolgreiches Management zeichnet sich durch eine klare Rollenverteilung aus. Die A1 Group hat ihren ESG-Aktivitäten einen klaren Rahmen gegeben. Auftraggeber und Schirmherr der Nachhaltigkeitsagenden ist Deputy CEO Thomas Arnoldner.
Ein ESG Team ist als Stabsstelle direkt dem stellvertretenden CEO unterstellt, der die höchste Verantwortung für ESG relevante Entscheidungen trägt. Das Team steuert und koordiniert die Umsetzung der ESG Strategie mit den jeweiligen Verantwortlichen in den Tochtergesellschaften. Der länderübergreifende Ansatz gewährleistet die Übereinstimmung mit den übergeordneten Gruppenzielen. Gleichzeitig schafft diese Organisationsstruktur die notwendige Flexibilität, um auf regionale Besonderheiten Rücksicht zu nehmen.
Doppelte Wesentlichkeitsanalyse
Die A1 Group führt seit 2012 alle zwei bis drei Jahre eine Wesentlichkeitsanalyse durch – 2023 erstmalig eine doppelte Wesentlichkeitsanalyse gemäß den Anforderungen nach ESRS (European Sustainability Reporting Standards). Im zweiten Quartal 2024 wurden die Ergebnisse der doppelten Wesentlichkeitsanalyse überprüft.
Prozess der doppelten Wesentlichkeitsanalyse
Die doppelte Wesentlichkeitsanalyse gilt für die gesamte A1 Group inklusive aller Tochterunternehmen. Da jede Tochtergesellschaft der A1 Group über das gleiche Business Modell verfugt, gelten die identifizierten Auswirkungen, Risiken und Chancen für alle Gesellschaften.
Die qualitativen und quantitativen Skalenwerte, die für die Bewertung herangezogen wurden, basieren auf den Skalen des operativen Tech Risk Managements und auf denen des Enterprise Risk Managements. Dies soll langfristig sicherstellen, dass die nachhaltigkeitsbezogenen Risiken und Chancen mit anderen Unternehmensrisiken und -chancen im Einklang stehen. Die A1 Group definierte folgende Prozessschritte zur Durchfuhrung zur Bewertung der doppelten Wesentlichkeit von Auswirkungen und finanzieller Wesentlichkeit:
1. Identifikation relevanter Themen
• Die A1 Group analysierte wesentliche Themen anderer ICT- und Telekommunikationsunternehmen sowie internationale Standards wie GRI (Global Reporting Initiative) und SASB (Sustainability Accounting Standards Board). Alle Themen und Sub-Themen aus den ESRS Standards sowie branchen- und unternehmensspezifische Themen als Ergebnis der Voranalyse wurden aufgenommen.
• Eine Longlist mit 99 Themen wurde erstellt.
2. Expertengeführte Bewertungsworkshops
• Expert:innen aus verschiedenen Fachbereichen wurden zu Workshops eingeladen, um eine Perspektivenvielfalt und breite Fachkenntnisse einzubeziehen. Diese interdisziplinäre Zusammenarbeit ermöglichte eine ganzheitliche Betrachtung.
• Die Expert:innen bewerteten die Auswirkungen, Risiken und Chancen jedes Themas entlang der Wertschöpfungskette.
3. Kommunikation und Veröffentlichung der Ergebnisse
• Nach Abschluss der Bewertungsworkshops wurden die Ergebnisse mit den Abteilungen Investor Relations und Corporate Communication diskutiert.
• Anschließend wurden die Ergebnisse der doppelten Wesentlichkeitsanalyse Anfang 2024 dem Vorstand präsentiert und nach anschließender Diskussion freigegeben.
Im Marz 2024 wurden die Ergebnisse dem Aufsichtsrat präsentiert.
4. Überprüfung der Ergebnisse
• Für die als wesentlich identifizierten Themen aus der doppelten Wesentlichkeitsanalyse wurde die Bewertung erneut im zweiten Quartal 2024 überprüft.
• Themen aus dem Stakeholder-Roundtable im April sowie neue Trends und Umfragen (z. B. die „Great Place to Work“-Mitarbeiterbefragung) wurden berücksichtigt.
• Die Überprüfung der Risiken und Chancen wurde mit der halbjährlichen Risikoanalyse des Enterprise Risk Managements kombiniert.
Ergebnisse: Wesentliche Themen aus der doppelten Wesentlichkeitsanalyse
Insgesamt wurden 36 Themen (darunter sechs unternehmensspezifische Themen) als wesentlich identifiziert.
Umwelt (E)
• Klimawandel (E1): Anpassung an den Klimawandel, Klimaschutz, Energie, Produkte (Endgeräte), Produkte (Infrastruktur)
• Ressourcennutzung & Kreislaufwirtschaft (E5): Ressourcenzuflüsse, Ressourcenabflüsse
Soziales (S)
• Arbeitskräfte des Unternehmens (S1): Sichere Beschäftigung, Arbeitszeit, angemessene Entlohnung, Vereinigungsfreiheit, Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben, Gesundheitsschutz und Sicherheit, Gleichstellung der Geschlechter und gleicher Lohn für gleiche Arbeit, Weiterbildung und Kompetenzentwicklung, Vielfalt, Datenschutz
• Arbeiter in der Wertschöpfungskette (S2): Sichere Beschäftigung, Arbeitszeit, angemessene Entlohnung, Vereinigungsfreiheit, Gesundheitsschutz und Sicherheit, Gleichstellung der Geschlechter und gleicher Lohn für gleiche Arbeit, Beschäftigung und Inklusion von Menschen mit Behinderungen, Maßnahmen gegen Gewalt und Belästigung am Arbeitsplatz, Kinderarbeit, Zwangsarbeit
• Verbraucher:innen & Endnutzer :innen (S4 – unternehmensspezifisches wesentliches Thema): Informationssicherheit, (Kritische) Infrastruktur und Resilienz, digitale Kompetenzen
Governance (G)
• Unternehmensführung (G1): Unternehmenskultur, Schutz von Hinweisgeber:innen (Whistleblowers), Management der Beziehungen zu Lieferanten einschließlich Zahlungspraktiken, Korruption und Bestechung – Vermeidung und Aufdeckung einschließlich Schulungen
• Datenschutz (unternehmensspezifisches wesentliches Thema).
Ausblick
Die Ergebnisse der doppelten Wesentlichkeitsanalyse zur Identifizierung, Bewertung und Priorisierung von Auswirkungen, Risiken und Chancen werden jährlich überprüft, um Trends, zugrundeliegende Annahmen, den Kontext und regulatorische Änderungen zu berücksichtigen. Schrittweise wird an der weiteren Quantifizierung der wesentlichen Risiken und Chancen gearbeitet, um diese vollständig in die Gesamtrisikosicht der A1 Group zu integrieren.
Entdecken Sie mehr
ESG-Ziele
Mit 13 Zielen in den drei Nachhaltigkeitskategorien wollen wir unseren ökologischen Fußabdruck minimieren, eine Kreislaufwirtschaft fördern und unsere Initiativen sowohl für unsere Mitarbeiter:innen als auch für die Gesellschaft ausbauen.
Sustainable Development Goals
Um einen positiven Beitrag zu Umwelt-, Sozial- und Governance-Themen zu leisten, setzt sich die A1 Group für die Erreichung der Sustainable Development Goals der UN ein.
ESG Ratings
Die A1 Group lässt jährlich ihre nachhaltigen Aktivitäten von Ratingagenturen bewerten und ist in den wichtigsten Nachhaltigkeitsindizes gelistet.